Entwicklungspsychologie und Entwicklungspsychopathologie
04.1.01 Entwicklungspsychologische und körperliche Grundlagen
4.1.2 Entwicklungspsychopathologie
Frühindikatoren für Fehlentwicklungen, Entwicklungsrisiken (wie körperliche chronische Erkrankung, Hirnfunktionsstörungen), Risiko- und Schutzfaktoren und deren geschlechtsspezifische Unterschiede; Hinweise auf Resilienz trotz vorhandener Belastungsfaktoren, prä-, peri- und postnatale Risikofaktoren (z. B. Vorsorge- und Nachsorgeuntersuchungen/„gelbes Kinderuntersuchungsheft-Heft“)
familiäre Risikofaktoren (auch z. B. fetales Alkoholsyndrom), genetische und neurologische Beeinträchtigungen, belastende Lebensbedingungen (Life-Events) und Risikokonstellationen (wie Migration, Scheidung, Tod oder psychische Störungen der Eltern); Trauma (wie Vernachlässigung, Misshandlung, Missbrauch)
Auswirkungen einer psychischen Störung auf die weitere Entwicklung
4.1.3 Psychodynamische Entwicklungskonzepte (s. a. 2.3.1)
Entwicklung von Instanzen und Strukturen (Ich, Über-Ich, Ich-Ideal), Entwicklung des Selbst und Entwicklung von Selbst- und Objektbeziehungen, Entwicklung von inneren Objekten, Entwicklung der Identität
Internalisierung, Ich-Funktionen
Phasen der psychosexuellen Entwicklung, Bedeutung der körperlichen Entwicklung, Entwicklungslinien
Entwicklung von Abwehrmechanismen, Mechanismen der Selbstregulation unter belastenden Bedingungen (z. B. Übergangsobjekte)
Bindungstheorie, Säuglingsforschung, Individuationsprozess; psychosoziale Entwicklungstheorie
Mentalisierung, Symbolisierung
4.1.4 Verhaltenstherapeutische Entwicklungskonzepte
biopsychosoziales Entwicklungsmodell, Bedeutung der individuellen Lerngeschichte
Determinierung menschlicher Verhaltensweisen in Abhängigkeit vom Lebensalter (Umweltprägung vs. Selbststeuerung, situative vs. personenspezifische Verhaltensdeterminierung, Fremd- vs. Selbstverstärkung); Selbsteffizienz, Selbstregulation und Selbstkontrolle
Bedeutung des klassischen und operanten Konditionierens sowie Bedeutung des Beobachtungslernens, sozial-kognitive Lerntheorie
4.1.5 Systemische Entwicklungskonzepte
Bedeutsamkeit kontextueller Faktoren (z. B. soziokulturelle, familiäre)
„Eigenzeiten“ von Systemen (veränderungssensible und veränderungsinsensible Phasen komplexer, lebender Systeme)
menschliche Entwicklung als dynamischer Prozess, mikro-, meso- und makroskopische Systemebenen, kontinuierliche und diskontinuierliche Entwicklungsverläufe und Transitionen
Betonung der aktiven Rolle, der Konstruktionsleistungen von Personen (Person-Umwelt-Interaktionen) in der Gestaltung von Entwicklungsprozessen (Selbstorganisation, Selbstsozialisation, Selbsterziehung) unter Berücksichtigung der Komplementarität von intersubjektiven vs. subjektiven Perspektiven
systemisch-familientherapeutische Perspektiven bezüglich Bindungstheorie
4.1.6 Entwicklungskonzepte der Gesprächspsychotherapie
Theorie der Selbstentwicklung: Aktualisierungstendenz, Selbstaktualisierungstendenz, Integration von Selbsterfahrung in das Selbstkonzept
Phasen der Selbstkonzeptentwicklung: 1. Phase: erste Selbsterfahrungen in der Selbstregulation und der lebensnotwendigen und körpernahen Regulierung durch die Interaktion mit wichtigen Bindungspersonen 2. Phase: subjektive Selbstempfindungen: subjektive Selbsterfahrungen, Absichten, Bewertungen etc. werden bewusst erlebbar und können in das Selbstbild integriert werden 3. Phase: Herstellung von Kongruenz zwischen Selbsterfahrungen und Selbstkonzept;
Theorie der Persönlichkeitsveränderung (6 notwendige und hinreichende Bedingungen)